Britisches Oberhaus stuft Loot-Boxen in FIFA und CS:GO als Glücksspiel ein

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Das britische Oberhaus (House of Lords) empfiehlt in einem Bericht vom 2. Juli Lootboxen dem Glücksspielgesetz zu unterstellen. Sollte das Parlament dieser Empfehlung nachkommen, dürften Titel wie Counter-Strike: Global Offensive oder FIFA nicht mehr an Minderjährige verkauft werden. Dies hätte auch erhebliche Auswirkungen auf die Spiele-Entwickler. Etliche Spiele müssten umgestaltet werden, um diese auch weiterhin an Personen unter 18 Jahren verkaufen zu können, ganz davon abgesehen das Lootboxen auch einen Teil der Einnahmen darstellen.

Lootboxen sind seit gut 20 Jahren in verschiedenen Spieletiteln zu finden. Am Beispiel der beiden oben genannten Titel können Spieler für Geld einen Schlüssel kaufen der eine Box öffnet die, im Fall von CS:GO, hauptsächlich Waffen-Skins enthält während man bei FIFA zufällige Spieler aus Karten für das FIFA Ultimate Team ziehen kann.

Nachlassender Trend

Auch wenn der Trend zu Lootboxen langsam nachzulassen scheint und die meisten Entwickler auf diese Weise nur noch kosmetische Items ins Spiel bringen oder gleich ganz auf die Beuteboxen verzichten, ist Electronic Arts mit seinen Sportspielen noch ein großer Verfechter von Lootboxen. Gerade die FIFA Reihe baut darauf das Spieler dafür Geld ausgeben.

Die Entertainment Software Association (ESA) ist der Meinung das es sich hier keinesfalls um Glücksspiel handelt, da die Entscheidung beim Spieler liege und es sich häufig nur um optionale und optische Funktionen handle, die sich nicht zwangsläufig auf das Gameplay auswirken und die der Spieler sich auch ohne Geldeinsatz „verdienen“ kann.

Mehrere Länder schränken Lootboxen bereits ein

In den Niederlanden und Belgien wurden Lootboxen bereits als Glücksspiel eingestuft. Dort mussten Unternehmen wie Electronic Arts, Valve und Blizzard bezahlte Lootboxen aus ihren Spielen entfernen. In Frankreich ist ein entsprechendes Verfahren derzeit im Gange.