USK bezieht Glücksspielelemente in Alterseinstufung ein

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Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, besser bekannt als USK, hat ihre Richtlinien hinsichtlich der Alterseinstufung von Videospielen angepasst und bezieht jetzt auch Glücksspielemente in die Einstufungskriterien mit ein.

Dabei geht es jedoch ausschließlich um direktes, simuliertes Glücksspiel, also zum Beispiel einen einarmigen Banditen oder Roulette, als Teil des Spielinhaltes. Lootboxen werden von der USK weiterhin nicht als Glücksspiel eingestuft und haben somit auch keinen Einfluss auf die Altersfreigabe.

Lootboxen sind seit einiger Zeit ein umstrittenes Thema in Spielen. Die USK hat letztes Jahr in einem Statement offenbahrt das sie Lootboxen nicht als Glücksspiel einstuft und diese damit auch keinen Einfluss auf die Alterseinstufung eines Titels haben. Auch Großbritannien und Dänemark haben kein Problem mit Lootboxen. Andere europäische Länder sehen dies jedoch anders: so hat die belgische Glücksspiel-Kommission Beuteboxen als Glücksspiel eingestuft, diese verboten und ein EU-weites Verbot gefordert.

Die Entertainment Software Association (ESA) dagegen, ein Zusammenschluß mehrer großer Publisher, streitet die Glücksspiel-Vorwürfe ebenfalls ab. Die Entscheidung für den Kauf einer Box liege beim Spieler und üblicherweise handelt es sich beim „Gewinn“ um optionale oder rein kosmetische Funktionen, ohne relevanten Einfluss auf das Gameplay.