Droht das Ende von CS:GO in Nordamerika?

0

Auch wenn Counter Strike: Global Offensive weiterhin eines der relevantesten eSports Spiele ist, so scheint die Szene in Nordamerika langsam aber sicher auszutrocknen. Nachdem sich selbst Team Liquid, als eines der bekanntesten nordamerikanischen Teams, sich inzwischen aus überwiegend europäischen Spielern zusammensetzt und viele weitere nordamerikanische Teams europäische Turniere spielen, droht der Szene langsam das Ende.

Mit jedem Team das Nordamerika den Rücken kehrt, potenziert sich die Problematik, da dadurch den verbliebenen Teams auch die Trainingsgegner langsam wegbrechen und ein Kontinente-übergreifendes trainieren aufgrund der hohen Latenzen nicht sinnvoll möglich ist. Daher bleibt nur die Option internationale Turniere, so möglich, zu besuchen, aber das können sich auch nur die besten Teams leisten.

Natürlich hat die Corona-Pandemie an dieser Entwicklung einen unabstreitbaren Anteil. Durch die regionale Aufteilung der Online-Turniere, finden die Top Games in Europa statt und da dies auch die für die Zuschauer interessanten Spiele sind, schaut die nordamerikanische CS:GO Szene mal wieder in die Röhre. Manche Teams überlegen auch komplett nach Europa zu wechseln und Nordamerika von hier aus zu vertreten, aber das wäre erst Recht das Ende der dortigen Szene.

Dazu kommt ein gestiegenes Interesse an Valorant, das vom Spielprinzip CS:GO sehr ähnlich ist und schon einige Spieler zum Wechsel bewogen hat. Das ist in Europa kein Problem, dünnt aber die Teams in Nordamerika noch weiter aus.

Letztendlich liegt es an den Teams und Organisatoren Ihren Standort wieder zu stärken, Marketing zu betreiben und zu versuchen die eSports Zukunft für CS:GO in Nordamerika wieder attraktiver zu machen.