Zockend in den Burn-out

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„Den ganzen Tag zocken und dafür gut bezahlt werden,“ hört sich doch äußerst verlockend an. Nur zu schnell übersieht man dabei wie viel Zeit und Energie investiert werden muss um ganz oben mitspielen zu können. Dabei sind die meisten eSports Profis überdurchschnittlich jung, häufig nicht einmal volljährig und sehen sich bereits in diesen jungen Jahren mit einem harten, aufzehrenden Trainingsregime, und damit verbundenem hohen psychischen Druck, konfrontiert.

Was dieser Dauerstress mit den Spielern macht, wurde lange Zeit nur am Rande beachtet. Erst als aus dem Astralis-Team gleich zwei Counterstrike-Profis, Andreas »Xyp9x« Højsleth und Lukas »gla1ve« Rossander, gezwungen waren auf die Notbremse zu treten, tat sich etwas in der Branche. Dabei sind die beiden lange keine Einzelfälle.

Zu dem Training und den Turnieren an sich, welche bereits mentale Höchstleistungen von den Spielern abfordern, kommt häufig noch der Stress, nicht selten im Ausland, umgeben von fremden Menschen in Trainingscamps oder -häusern, ohne sein persönliches Umfeld, zu leben. Außerdem darf man nicht vergessen das die Plätze in Profiteams rar sind und der damit verbundene Konkurrenzdruck enorm ist. Verschärfend kommt hinzu, das nicht viele Spieler allein vom eSports auch wirklich leben können.

Zumindest gibt es in den Teams die einer größeren Organisation angehören, inzwischen professionelle Mitarbeiter die sich um Themen wie mentale Gesundheit, Sport sowie Ernährung kümmern und den Spielern auch in anderen Lebensbereichen beratend zur Seite stehen. Da eine solche Betreuung allerdings sehr teuer ist, kann sich nicht jedes Team einen solchen Mitarbeiterstab leisten.