Entschädigung für Fortnite- und Rocket-League-Spieler wegen Lootboxen

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Nachdem in den USA eine Sammelklage wegen Betrugs (täuschende Geschäftspraktiken) gegen Epic Games eingereicht wurde, hat das Gericht in North Carolina nun einem Vergleich zugestimmt. Auch wenn der Vergleich nur unter Vorbehalt geschlossen wurde, dürfen sich Spieler von Fortnite und Rocket League die eine der bis 2019 verfügbaren Lootboxen gekauft haben, nun über eine Entschädigung in Höhe von 1.000 Einheiten der jeweiligen InGame Währung freuen.

Die Sammelklage bezieht sich zwar nur auf die USA und ein US-amerikanisches Gericht auch nur für die USA urteilen kann, hat Epic zugesagt alle betroffenen Spieler weltweit zu entschädigen. Dabei entspricht die Entschädigungssumme pro Spieler in etwa acht US-Dollar in Fortnite und etwas über neun US-Dollar in Rocket League.

Nachdem immer mehr Länder Lootboxen, bei denen der Inhalt vorher nicht bekannt ist, als Glücksspiel betrachten, entfernte Epic im Jahr 2019 diese aus dem Spiel. Aktuell gibt es z.B. in Fortnite nur noch Boxen deren Inhalt vor dem Kauf zu sehen ist.

Abgesehen von der globalen Entschädigung für alle betroffenen Spieler, muss Epic auch noch 26,5 Millionen US-Dollar an die Spieler zahlen die sich der Sammelklage aktiv angeschlossen hatten. Das dürfte Beobachtern zufolge etwa 50 Dollar pro Spieler entsprechen.

Interessant ist der Prozess und die nun geschlossene Einigung sicher auch für andere Publisher, wie Electronic Arts, deren Geschäftskonzept in einigen Spielen ja ebenfalls auf Lootboxen basiert. Sollten solche Einigungen Schule machen wird das, in den meisten Ländern, ein teurer Ablasshandel für die Spieleentwickler. Die für die Glücksspielaufsicht verantwortlichen Landesbehörden in Deutschland sehen Lootboxen dagegen unkritisch, da man nichts mit Geldwert gewinnen kann.

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