Geht es Lootboxen in Deutschland bald an den Kragen?

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Naja, nicht ganz. Der Bundestag hat vor wenigen Tagen eine Reform des Jugendschutzgesetzes beschlossen. Nach über 20 Jahren war es an der Zeit die Regularien den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Dabei soll das Gesetz nicht nur, wie bisher, Spieler vor jugendgefährdenden Inhalten schützen, sondern diese auch vor Glücksspiel, Werbung und Belästigungen bewahren.

Hinsichtlich Lootboxen verhält es sich so, das die Bundesregierung in diesen zwar Inhalte mit glücksspielähnliche Mechanismen sieht, aber eben kein Glücksspiel im eigentlichen Sinne. Somit lassen sich diese Spiele und damit auch Lootboxen, nicht über das Glücksspielgesetz regulieren. Trotzdem sieht man die Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche vor diesen Spielmechanismen zu schützen.

Daher wird sich in Zukunft die Implementation von Lootboxen, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Alterseinstufung des Spiels auswirken. Titel wie FIFA 21, die bisher ohne Alterseinschränkung erhältlich waren, könnten dann in die „ab 18 Jahren“ Kategorie rutschen.

Sollte der Bundesrat der Reform zustimmen, könnte das Gesetz noch im ersten Halbjahr 2021 in Kraft treten.

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