Brasilien geht nun ebenfalls gegen Lootboxen vor

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Lootboxen bzw. die dahinterstehende Zufallsmechanik, werden in einigen Ländern bereits als Glücksspiel eingestuft und sind dort entweder verboten oder konzessionspflichtig. So haben Belgien und die Niederlande Lootboxen inzwischen als Glücksspiel eingestuft und entsprechend reguliert.

Nun sind auch brasilianische Behörden auf dieses Phänomen aufmerksam geworden und haben eine Untersuchung in die Wege geleitet. Sollte der Untersuchungsausschuss zu der Erkenntnis gelangen das es sich bei Lootboxen um eine sogenannte „zufällige Monetarisierung“ handelt würde dies, neben einem Verbot, auch eine Geldstrafe, bis zu 700.000 US-Dollar pro Tag an dem die Lootboxen weiter angeboten werden, bedeuten.

Für viele Spielepublisher stellen Lootboxen inzwischen eine erhebliche – wenn nicht gar die – Einnahmequelle dar. Ein Wegfall dieser Einnahmen hätte also erhebliche Auswirkungen auf Firmen wie Electronic Arts, Activision oder Valve. Zumal gerade Brasilien eine der eSports Nationen, mit entsprechend hohem Spieleranteil in der Bevölkerung ist.

Auch Deutschland schränkt mit dem kommenden Jugendschutzgesetz Lootboxen ein. Zwar werden diese hierzulande nicht als Glücksspiel eingestuft, aber der Gesetzgeber ist sich durchaus bewusst das solche Mechaniken auf Kinder und Jugendliche eine konditionierende Wirkung haben können. Daher sind in Deutschland, mit Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes, alle Spiele die Lootboxen enthalten mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren zu versehen.

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