Für Electronic Arts wirds langsam eng

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Nicht nur das EA mit FIFA Ultimate-Team Lootboxen Mechanik immer häufiger Glücksspielvorwürfen ausgesetzt ist, nun sind auch noch Unterlagen aufgetaucht, die darauf hindeuten das EA versucht gezielt Spieler dazu zu bringen FIFA Ultimate-Team (FUT) zu spielen.

Der kanadische Sender CBC gelangte in den Besitz interner Dokumente die darlegen welchen Stellenwert FUT im FIFA Universum hat. Aus diesen Dokumenten geht hervor das FUT inzwischen der Eckpfeiler der FIFA-Reihe sei und „man alles tut um Spieler dorthin zu bringen“.

Was ja schon offensichtlich war, bekommt man jetzt noch schwarz auf weiß: FUT ist der Goldesel für Electronic Arts. Während EA 2015 noch 587 Millionen US-Dollar mit Lootboxen (gerechnet über alle Spiele) verdient hat, waren es 2020 bereits fast 1,5 Milliarden.

EA betont zwar immer wieder das gute Spielfiguren mit hohen Werten nicht entscheidend für das Spielergebnis sind, aber wenn zwei gleich gute Spieler gegeneinander antreten, gewinnt halt doch der mit der besseren Mannschaft.

Der Publisher versucht nun mit einer, etwas hemdsärmeligen, Stellungnahme dem aufkommenden Shitstorm aus der Community zu begegenen. Die zitierten Stellen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden, man übe in keinster Weise Druck aus FUT zu spielen und man sei wirklich bemüht den Spielern einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu vermitteln. Und Glücksspiel sei das alles schonmal garnicht.

Das mag zwar grundsätzlich alles, oberflächlich betrachtet, stimmen, aber die Community hat sich großteils bereits ein Urteil gebildet. Ob das Lootboxen Vermarktungssystem auf Dauer eine Chance hat ist sowieso strittig, der Druck auf EA seitens der Politik wächst jedefalls.

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