Suchtgefahren durch Lootboxen

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Passend zur gestrigen News haben Forscher der Universitäten Plymouth und Wolverhampton heruagefunden, dass das öffnen von Lootboxen im Gehirn ganz ähnliche biochemische Vorgänge auslöst wie Glücksspiel. Man also durchaus gewisse parallelen ziehen könnte, insbesondere bei FIFA Ultimate-Team.

Die Studie welche von der Gamble Aware Charity 2020 in Auftrag gegeben wurde, hat herausgefunden das von den Kindern die Videospiele spielen, schon rund 40% Lootboxen erworben haben. Außerdem fand man im Rahmen einer Meta-Analyse heraus das in 12 von 13 Studien Verbindungen von Lootboxen zu Glücksspielsucht aufgezeigt wurden.

Besonders junge Männer erwerben Lootboxen, was sicher auch damit zusammenhängt, das ein Großteil der Spieler männlich ist. Dabei scheinen junges Alter und ein niedriger Bildungsstand die Gefahr der Glücksspielsucht zu erhöhen. Die Studie stellt auch fest, das viele Publisher versuchen Spieler zum Lootboxen-Kauf zu animieren bzw. einen gewissen psychologischen Druck aufzubauen, indem für einen begrenzten Zeitraum besonders seltene Karten (im Fall von FIFA) ausgelost oder dem Spieler besondere Deals offeriert werden.

Letztendlich investieren besonders junge Spieler häufig unverhältnismäßig viel Geld in Lootboxen. Dies führt natürlich zu der Sorge das insbesondere für Kinder Glücksspiel zu etwas alltäglichem wird.

Die Studie in allen Details kann man hier nachlesen (englisch).

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