Epic Games vs. Apple – der letzte Prozesstag

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Nachdem Tim Cook in einer recht druckvollen Vernehmung Apples App Store-Konzept verteidigen musste, scheint es doch nicht ganz so schlecht auszusehen für Apple.

Nachdem es nicht zu den üblichen Schlußplädoyers kam, sondern beide Anwälte argumentativ gegeneinander antreten durften, ging es letztendlich darum ob Apple seine Marktmacht über die Maße ausnutzt oder ob Epic Games erst am Erfolg des iPhones partizipiert hat und sich jetzt versucht um die Gebühren zu drücken.

Beide Seiten haben viel zu verlieren, Apple sicher mehr als Epic, aber am Ende geht es für beide Seiten um viel Geld. Sollte Apple verlieren, steht das gesamte App Store Geschäftsmodell in Frage. Sollte Epic Games verlieren, wird Fortnite vermutlich nie mehr auf einem Apple Mobilgerät spielbar sein.

Auch der US-Kongress hat bereits ein Auge auf die Marktmacht von Apple und Google geworfen und das Justizministerium hat im Rahmen einer Kartelluntersuchung gegen Apple das Zahlungsmodell untersucht.

Immerhin liegt Apples Marktanteil bei Mobiltelefonen in den USA inzwischen bei über 50%. Das Apple hier, ohne jede Konkurrenz, bei jeder In-App Zahlung mitverdient stieß bei der Richterin zumindest nicht auf uneingeschränktes Verständniss. Der Chef von Epic Games, Tim Sweeney, behauptete gar das Apple an den Apps mehr verdient als der Entwickler selbst. Apple verteidigt die Gebühren mit dem hohen Sicherheitsstandard den der Apple App Store biete und weist darauf hin das Gebühren in Höhe von 30% durchaus Branchenüblich seien.

Die meisten Experten räumen der Klage keine großen Erfolgsaussichten ein. Entscheiden wird das am Ende aber allein Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, die noch keinen Termin zur Urteilsverkündung genannt hat, da sie sich nun erstmal durch viele tausend Dokumente arbeiten muss.

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