J. Allen Brack verlässt Blizzard

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Der langjährige Präsident von Blizzard Entertainment hat seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Schuld daran dürften sicherlich die vor ein paar Wochen veröffentlichten Anschuldigungen sein, im Zuge derer das Unternehmen vom Bundesstaat Kalifornien wegen Diskriminierung und sexueller Nötigung von Angestellten verklagt wurde. Der Klage liegt ein zweijähriges Ermittlungsverfahren zugrunde.

Entsprechend groß ist die Entrüstung im Fandom. Nachdem die Spiele von Activision Blizzard in den letzten Jahren den Markt dominierten, findet man inzwischen unzählige Boykottaufrufe in den sozialen Medien. Laut dem letzten Quartalsbericht geht es dem Unternehmen derzeit nicht sehr gut, der neuerliche Skandal wird diese Lage sicher nicht verbessern.

Nachfolger stehen bereits fest

Ja, richtig gelesen, es wird in Zukunft ein Führungs-Duo bei Blizzard geben. Namentlich sind das Jen Oneal und Mike Ybarra, welche in Zukunft das Unternehmen gemeinsam leiten werden. Jen Oneal hat viele Jahre als Entwicklerin und Studiochefin bei Vicarious Visionsan gearbeitet und war zuletzt Executive Vice President of Development bei Blizzard. Mike Ybarra hat es während seiner 20 Jahre bei Microsoft bis zum Corporate Vice-President Gaming geschafft und war seit 2019 als Executive Vice President and General Manager of Platform and Technology unter anderem für das Battle.net verantwortlich.

Stellvertretender Leiter der Personalabteilung geht auch

Nachdem J. Allen Brack bekannt gegeben hat das er das Unternehmen verlassen wird, wurde nun auch öffentlich gemacht das der stellvertretende Leiter der Personalabteilung Jesse Meschuk ebenfalls nicht länger für Blizzard tätig sein wird. Auch wenn sich Blizzard nicht zum Grund geäußert hat, kann man davon ausgehen das sein ausscheiden etwas mit den erhobenen Vorwürfen zu tun hat.

Weitere Klage anhängig

Auch den Aktionären wird das treiben in der Blizzard Führungsriege inzwischen etwas zu bunt. So sieht sich die Spieleschmiede nun auch noch mit einer Klage der Aktionäre konfrontiert, die behaupten das die Aktientalfahrt unmittelbar etwas mit den Versäumnissen der Unternehmensleitung zu tun habe.

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