Wachsende Kritik an MontanaBlack wegen Casino-Streams

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Einer der erfolgreichsten Twitch-Streamer Deutschlands, Marcel „MontanaBlack“ Eris (3,7 Mio. Follower), kann die Finger nicht vom Glücksspiel lassen, was an sich auch überhaupt nicht verwerflich wäre, würde es sich dabei um sein privates Freizeitvergnügen handeln. Aber von vorne: bereits 2018 geriet er mehrmals in die öffentliche Kritik wegen unzureichend gekennzeichneter Werbung für Online-Casinos. Das Ganze gipfelte im Januar 2019 in einer Hausdurchsuchung. Ein anschließendes Verfahren wegen illegalen Glücksspiels wurde gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt.

Da er aber, wie Eingangs erwähnt, die Finger nicht vom Glücksspiel (oder zumindest der Werbung dafür) lassen kann und um einer weiteren Strafverfolgung wegen Werbung für illegales Glücksspiel zu entgehen, kooperiert er nun mit dem Streamer Ishmael „Roshtein“ Schwartz. Dieser lebt auf Malta und verbreitet regelmäßig Casino-Streams auf Twitch. So kommt es wohl immer wieder mal vor das MontanaBlack seine User am Ende seiner regulären Gaming-Streams auf den Stream von Roshtein lotst. Mehr als eine Ansage das bitte nur die User über 18 folgen sollen, gibt es dabei nicht.

Er selbst ist in dem Stream dann weder zu hören noch zu sehen und umgeht damit geschickt die Einschränkungen der deutschen Glücksspielgesetze. Den Streams von Roshtein verschafft das regelmäßig einen Zuwachs von mehreren 10.000 Usern. Dazu muss man wissen, das ein erheblicher Anteil – wenn nicht gar der Großteil – von MontanaBlack’s Fans minderjährig ist und das beworbene Online-Casino während der Anmeldung keine Alters- oder Identitätsprüfung durchführt.

Das in Roshtein’s Stream für einen „Monte-Jackpot“ geworben wird und die User mit dem Code „Monte“ bei der Anmeldung einen Bonus erhalten, spricht in dem Fall wohl für sich. Genauso wie die äußerst kritischen Kommentare auf YouTube und Twitter.

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